Das Nationale Bündnis Dresden verzichtet auf einen Fraktionsstatus im Dresdner Stadtrat und möchte den Stadtrat Klawun nicht bei sich aufnehmen.
Stadtrat Werner Klawun kam gestern gleich mit seinem Neugeborenen, der albanischen Ehefrau und den angeheirateten Kindern zur Stadtratssitzung. Nach seinem Rausschmiss aus der Bürgerfraktion (die SZ berichtete) knüpft er jetzt Kontakt zu anderen Fraktionen. Der 63-Jährige fühlt sich missverstanden, er habe nur für den Neumarkt kämpfen wollen, doch keiner verstehe ihn. „Ich spreche alle Fraktionen an, nur nicht die CDU“, sagt er. Mit der SPD habe er schon einen Gesprächstermin vereinbart. Am Vortag hatte Klawun nicht ausgeschlossen, dass er auch zum Nationalen Bündnis wechseln würde. Doch dem machte Stadtrat Hartmut Krien gestern einen Strich durch die Rechnung: „Wer über Jahre so ein Multikulti-Leben geführt hat, wird nicht über Nacht ein aufrechter Nationaler. Er passt nicht zu unserer Politik.“ (SZ/kle)