Möglicherweise hat Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) im Kampf gegen Extremismus eine subtile Form gewählt.
Wahrscheinlicher ist aber, dass sich im ohnehin engen Fraktionsflügel des Rathauses kein anderer Platz fand: Das gerichtlich als Fraktion anerkannte Nationale Bündnis jedenfalls hat ein bislang als Wickelraum genutztes Zimmer als Büro zugewiesen bekommen.
Die Rechtsextremen haben durch den Richterspruch Anspruch auf Zuschüsse und eben einen Raum. Im Rathaus wird über das Büro der Braunen schon gelästert: „Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Jetzt wollen wir aber alles dafür tun, dass im Wickelraum bald wieder Babys gewickelt werden können und die Nazis abgewählt werden“, sagt Linksfraktionschef André Schollbach. (SZ)