Die rechtsextreme NPD im Freitaler Stadtrat – was nun? Die übrigen 32 Stadtmütter- und -väter könnten die zwei Neonazis einfach ignorieren. Eine Mehrheit haben sie ja sowieso nicht.
Doch das wäre falsch. Die NPD gehört nicht totgeschwiegen, sondern argumentativ widerlegt. Dabei müssen sich die Demokraten klar machen, dass die NPD keine „normale Partei“ ist, denn sie lehnt das Grundgesetz ab. Eine Ausgrenzung ist daher nicht nur legitim, sondern auch nötig. Wichtig ist auch, dass der NPD ihre Themen streitig gemacht werden. Was spricht dagegen, diese Politik-Felder unter demokratischem Vorzeichen zu besetzen? Neu sind übrigens diese Ideen nicht. Sie finden sich insbesondere im Buch „Moderne Nazis“ von Toralf Staud. Ein Exemplar sollte sich nicht nur jeder Freitaler Rat zulegen.